Weltkindertag am 20.09.2018

Braunlage.

50 Kinder und ihre Eltern sind am Donnerstag laut klingelnd und pfeifend mit dem Rad durch die Stadt zum Rathaus gefahren, um unter der Regie des Kinderschutzbundes für ihre Interessen zu demonstrieren.

Unter anderem fordern sie von der Stadt Braunlage, die kräftige Erhöhung des Essensgeldes in den Grundschulen von 2,70 auf 3,48 Euro pro Tag zurückzunehmen und ein Klettergerüst auf dem Schulhof der Wurmbergschule aufzustellen.

Vorsitzende Cordula Dähne-Torkler präsentierte vor Bürgermeister Stefan Grote (SPD) eine ganze Liste von Forderungen, die der Verein an die Stadt hat. „Die Erhöhung des Essensgeldes, ohne dass Qualität und Ausgewogenheit eine Rolle spielen, ist absolut nicht hinnehmbar“, betonte sie. Die Kosten würden bei 70 Euro pro Kind im Monat liegen, die von den Familien neuerdings auch noch im Voraus finanziert werden müssten. Der Bürgermeister berichtete, dass der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 27.September, über das Thema sprechen werde und das Essensgeld wohl rückwirkend auf nur 3 Euro glatt pro Tag erhöhen wolle.

Seit mehr als einem Jahr steht kein Klettergerüst mehr auf dem Hof der Wurmbergschule. Das ist ein weiterer Kritikpunkt des Kinderschutzbundes, den die Vorsitzende vortrug. Bei diesem Punkt verwies Grote auf den bislang noch nicht genehmigten Haushalt der Stadt Braunlage. Sobald der Landkreis Goslar als Aufsichtsbehörde sein Okay zu dem Zahlenwerk gebe, „werden wir ein neues Klettergerüst aufstellen“, versprach der Bürgermeister.

Auf viel Kritik beim Kinderschutzbund stößt zudem die kräftige Erhöhung der Gebühr für die Betreuung der Mädchen und Jungen in den Kinderkrippen der Stadt sowie die ebenfalls massive Erhöhung der Obstpauschale. Mit diesen Themen werde sich der Rat ebenfalls noch einmal beschäftigen, erklärte Grote.

Kein Jugendpfleger

Weiter sucht der Kinderschutzbund geeignete Räume für seine neue Krabbelgruppe. Der Verein könne sich vorstellen, für die regelmäßigen Treffen, die am Dienstag, 16. Oktober, starten sollen, das Kurgastzentrum zu nutzen. „Das tut mir leid, da sind alle Räume vergeben“, bedauerte Grote, der aber seine Unterstützung zusagte. Eine Zwischenlösung ist derweil schon gefunden. Die Gruppe kommt erst einmal in den Therapie-Räumen der Praxis von Katrin Lerche und Antje Bottek unter.

Dähne-Torkler bedauerte zudem, dass es in der Stadt keinen kommunalen Jugendpfleger und keinen Jugendclub gebe. Die Vereine, die sich um Nachwuchsarbeit kümmern, decken zwar einen großen Teil der Kinder- und Jugendarbeit ab, „aber um einen darüber hinaus bestehenden Bedarf zu eruieren, wünschen wir uns Gespräche mit der Stadtverwaltung“. Der Bürgermeister sicherte dies zu.

Nach der Demo trafen sich alle Teilnehmer noch in den vereinseigenen Räumen in der Markstraße, wo Sponsoren unter anderem ein Eis spendierten.

 

 

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