Einrichtung eines Multifunktionsplatzes in Braunlage Projektbeschreibung (Stand: 30.08.2019)

In Kooperation mit der Stadtverwaltung Braunlage will der Kinderschutzbund Ortsverein Braunlage und Umgebung e. V. einen Multifunktionsplatz auf dem Gelände des Skaterplatzes errichten.

Hintergrund

Die Freizeitangebote in Braunlage für einheimische Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Jahren abgenommen. Viele Spielplätze (Tannerstraße, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße, oberhalb des Kurparkes Abenteuerspielplatz, Birkenweg sowie dem Spielpark Schulhof) wurden aus unterschiedlichen Gründen aufgegeben ohne eine Alternative zu schaffen. Aktuell bestehen zwei Spielplätze lediglich für Kinder im Alter von ca. 2 bis 8 Jahren sowie ein Skaterplatz mit 3 Elementen. Dies stellt einen Handlungsbedarf für die Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren dar. Der vorhandene Skaterplatz der Stadt Braunlage bietet bislang ausschließlich Angebote für Skateboarder. Als solches kann er aber kaum genutzt werden, weil die vorhandenen Elemente für Skateboarder unattraktiv sind. An einem breitgefächerten Angebot, das die Zielgruppe erreicht, mangelt es.

Vorgehen und Analyse

Mit breiter Beteiligung der örtlichen Vereine, Schulen und anderer Akteure wurde die aktuelle Nutzung des Skaterplatzes ermittelt. Eine umfangreiche Befragung der Kinder und Jugendlichen in Grundschule, Oberschule und Gymnasium ergab wichtige Hinweise für den Bedarf der Zielgruppe.
Im Ergebnis wurde deutlich, dass der bisher gestaltete Platz den Anforderungen und Bedürfnissen der Zielgruppe nur unzureichend genügt. Attraktive Angebote für Skateboarder, Roller und Inliner und weitere sportliche Aktivitäten wie Hockey und Basketball werden gewünscht, Sitzmöglichkeiten sollen geschaffen werden und Wetterschutz mit Unterstellmöglichkeiten werden als notwendig erachtet.
Weiterhin sollen die bisherigen Nutzungsmöglichkeiten von Grundschule, Verkehrswacht, Wintersportverein Braunlage und Nachwuchsabteilung des Eishockeyvereins erhalten bleiben. Im Einzelnen bedeutet das, dass der Grünflächenbereich (siehe A) für freies Spiel und Erlebnis unberührt
bleiben soll, 2/3 der betonierten Fläche (siehe B) sollen weiterhin für das Fahrradtraining sowie für das Hockey-Sommer- und Inlinertraining frei bleiben. Eindeutig war, dass der zukünftige Multifunktionsplatz vorrangig sportlichen Aktivitäten dienen soll.

Projektbeschreibung

Der bisherige Skaterplatz soll in einen Multifunktionsplatz umgewandelt werden und unterschiedlichen sportlichen Ausrichtungen gerecht werden. Ziel ist es, den Platz so zu gestalten, dass er möglichst vielen Nutzungsgruppen Gelegenheit zum Aufenthalt bietet. Er soll sich zu einem informellen Treffpunkt entwickeln, an dem Jugendgruppen in ihrer Freizeit zusammenkommen können und verweilen können. Dies fördert die Kommunikation und Akzeptanz unter Kindern und Jugendlichen. Die Sozialkompetenz wird gestärkt, indem die Kinder und Jugendlichen miteinander spielen, im Austausch sind und neue Freunde kennenlernen. Der Standort des Platzes bietet den jungen Menschen eine Möglichkeit, sich zu treffen, ohne im Fokus unmittelbarer Beobachtung stehen zu müssen. Das Bewegen im Freien fördert zudem die geistige und körperliche Entwicklung. Das soziale Miteinander wird gefördert und bietet dem weit verbreiteten hohen Medienkonsum eine spannende Alternative.
Die Fläche des zukünftigen Multifunktionsplatzes soll ausreichend Platz zum Üben, Ausweichen und Springen haben und von Boardern, Fahrrad- und Rollerfahrern, sowie Inline-Skatern genutzt werden können.
Eine entsprechende Freifläche ermöglicht Fahranfängern und Fortgeschrittenen das Üben auf unterschiedlichsten Niveaus. Diese Fläche lässt sich mit Sportarten wie Inliner-Hockey und Basketball kombinieren, indem Hockeytore und Basketballkörbe installiert werden.
Für die Ansprüche der Skateboarder, Roller- und BMX-Fahrer kommt eine ca. 600m²/650m² große attraktive Skateranlage infrage, die auf 1/3 der betonierten Fläche, ergänzt um den Randbereich (c , d), erbaut werden soll.
Der umliegende Grünbereich mit Baumbestand soll in seiner Naturbelassenheit erhalten bleiben und zu kreativem Spielen einladen.
Im Randbereich d werden Geräte zum Klettern, Schaukeln und Verweilen installiert. Das sportliche Angebot wird um ein Outdoor-Fitness-Gerät und einer Tischtennisplatte ergänzt. Die Gestaltung erfolgt in 2 bis 3 Bauabschnitten.


Umsetzung und Planungen, siehe auch Anlage 1

Um einen zeitgemäßen und Multifunktionsplatz zu errichten, ist es sinnvoll ein externes Planungsbüro mit der Planung und Umsetzung zu beauftragen.

Anlage 1 - Geplante Elemente
Anlage 1 - Geplante Elemente.pdf
PDF-Dokument [859.0 KB]

1. Bauabschnitt

  •  Herrichtung des Bodens

Elemente:

  • 2 Hockeytore
  • 1 bis 2 Basketballkorb/-körbe
  • Outdoor-Fitness-Gerät
  • Tischtennisplatte
  • Schaukel für 2
  • Hangrutsche
  • Feld-Markierungen
  • Schutzhütte
  • Sitzgelegenheiten ggf. mit Tisch, die durch ein Dach vor der Witterung schützen

(Bilder sind Beispiele zur Visualisierung, Quelle: Pixabay.com)

2. Bauabschnitt

Bau einer ca. 600 m² großen Skateranlage

(Bilder sind Beispiele zur Visualisierung, Quelle: Pixabay.com)

Projektträger

Stadtverwaltung Braunlage - als Eigentümerin und Zuständige in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Braunlage und Umgebung e. V.
Die Unterstützer des Projektes setzen sich i. W. aus Ehrenamtlichen der ortsansässigen Vereine, Kindern- und Jugendlichen sowie des Kollegiums der Grundschule Braunlage zusammen.
Weitere Zustimmung erfuhr das Projekt durch den Braunlager Arbeitskreis „Harzer Klosterdorfer“.

Finanzierung

Für die Finanzierung des Vorhabens sollen Projektmittel im Zuge des aktuellen Dorfentwicklungsprozesses „Harzer Klosterdörfer“ aus der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“ eingeworben werden.
Für die Bereitstellung der notwendigen Eigenmittel (30) müssen Spenden, Sponsoring und Haushaltsmittel der Stadtverwaltung akquiriert werden.

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